Vierte Architekturwoche A4 Schweinfurt

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Architektur in Schweinfurt
Das neue Rathaus (1954 – 1959)

Architekt:
Fred Angerer, München
Bauherr:
Stadt Schweinfurt
Baubeginn:
1955

Die Zeit des Wiederaufbaus im Nachkriegsdeutschland ist gekennzeichnet durch Neubeginn, aber auch durch Rückorientierung auf Tradition und Geschichte.

Der Münchner Architekt Fred Angerer (*1925) gilt als einer der führenden Vertreter der programmatischen, einer an der Nutzung orientierten Moderne der 50er Jahre. Nachdem zwei Wettbewerbe zu keinem Ergebnis geführt hatten, erhielt Angerer 1954 zusammen mit Nikolaus Woita und Hannes Pfister den Auftrag, die Kriegslücke neben dem historischen Renaissance-Rathaus zu beplanen. Dem stattlichen Renaissance-Rathaus fügte er einen bewusst schlichten, durch flach geneigte Pultdächer geschlossen wirkenden Neubau an. Dieser umfasst drei Flügel und einen Innenhof, an der vierten Seite schließt der Altbau an.

Offene Durchgänge im Erdgeschoss verbinden den Innenhof mit dem Marktplatz. Der ursprünglichen Wettbewerbsbeitrag von Angerer und Woita stellte das historische Rathaus frei.

In der überarbeiteten und realisierten Planung schließt der „neue“ Verwaltungsbau unmittelbar an das historische Rathaus an. Das neue Rathaus verwendet eine eigenständige und zeitgemäße Architektursprache und besticht noch heute durch seine klare Ordnung und sorgfältige Detaillierung.

 

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