Vierte Architekturwoche A4 Schweinfurt

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Architektur in Schweinfurt
Bau 65 der ZF Sachs AG, Schweinfurt

Bauherr: ZF Sachs AG
Architekt: Baurconsult, Haßfurt
Bauzeit: 2001 – 2003


Eine im zweiten Weltkrieg stark beschädigte Produktionshalle sollte durch ein neues Produktionsgebäude für Fertigung und Blechumformung einschließlich der dazugehörigen Büro- und Sozialflächen ersetzt werden. Die Neu- und Umbaumaßnahmen mussten bei laufendem Produktionsbetrieb durchgeführt, alle Bauabläufe darauf abgestimmt werden.

Im Focus der Unternehmensinvestition standen immer funktionale und wirtschaftliche Gesichtspunkte, die einem „total quality management“ unterworfen waren.

Als architektonischer Kontext dient die Industriebaukultur der Region, besonders die der Schweinfurter Industrie mit ihren markanten Klinkerbauten. Die Architektursprache sollte trotz Verwendung von Backstein, Stahl und Glas zeitgemäß interpretiert werden. Die Versorgung der tiefen Raumflächen mit Tageslicht wird über eine großzügige Glasfläche gewährleistet. Die Gestaltung des Gebäudes unterstützt die Aufwertung des gesamten städtebaulichen Umfeldes. Am Tag spiegelt sich die gegenüberliegende Altbaufassade in der Glasfläche, Einblicke sind durch die leichte Verspiegelung nur bedingt möglich, nachts wird die Glasfläche transparent und öffnet sich, Einblicke in die Produktion werden zugelassen.

Das Gebäude zeigt, wie in der Zusammenarbeit zwischen Bauherrn und Architekt nicht nur die pragmatische Umsetzung eines Raumprogramms stattfinden muss, sondern dass architektonische und städtebauliche Verantwortung übernommen wird und so auch für die Mitarbeiter der ZF Sachs AG Identifikationspotentiale und damit „nicht quantifizierbare“ Wertschöpfungspotentiale für das Unternehmen geschaffen werden können.

 

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