Vierte Architekturwoche A4 Schweinfurt

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Architektur in Schweinfurt
Sport- und Freizeitbad Silvana

Adresse: An den Unteren Eichen 1, 97422 Schweinfurt
Bauherr: Stadtwerke Schweinfurt GmbH
Architekten: 1. Preis Wettbewerb h.s.d. architekten BDA, Lemgo
Leistungsphasen 2-4 h.s.d. architekten BDA, Lemgo
Leistungsphasen 5-9 Blass Architekten, Euskirchen
Außenanlagen Adler und Olesch, Nürnberg/BSL Landschaftsarchitekten, Duisburg
Fertigstellung: Juli 2005


Das neue Hallenbad fügt sich als parallel zum Hang orientierter Riegel harmonisch in die Topographie ein. Wandscheiben aus Sichtbeton verzahnen das Hallenbad mit dem Gelände und gliedern den Außenraum. Die Ausrichtung und Anordnung des Baukörpers dient als Lärmschutz der Freibadanlage zur angrenzenden Wohnbebauung. Das Hallenbad präsentiert sich als eleganter, kraftvoller und identitätsprägender Baukörper in Richtung Stadt.

Der großzügige, offene Eingangsbereich markiert sich durch die hervortretenden Treppenanlagen und lädt die Besucher in die da­hinter befindliche Erlebniswelt ein. Die Funktionsbereiche sind klar und übersichtlich organisiert. In dem flachen Riegelbaukörper sind die zentrale Eingangshalle mit Gastronomie und Kassenbereich sowie sämtliche Umkleiden und der Saunabereich angeordnet. In der Schwimmhalle befindet sich ein Sportbecken mit 8 Bahnen in der Größe von 21 x 25m, ein 125 m² großes Lehrschwimmbecken sowie ein Erlebnisbecken mit Strömungskanal. Neben dem Sportbecken ist eine kleine Tribünenanlage angeordnet, die als Wärmebank ausgebildet ist. Von der Schwimmhalle aus wird der Rutschenturm der 77 m langen Reifenrutsche über eine Spindeltreppe direkt angeschlossen. Das Dachtragwerk besteht aus einer Stahlträgerkonstruktion auf Stahlstützen und ist konstruktiv und gestalterisch so ausgebildet, dass sich die Schwimmbecken unter einer flachen, eleganten Scheibe artikulieren. Die großzügigen Verglasungen und die zusätzlich angeordneten 12 großen Oberlichter schaffen eine helle und freundliche Atmosphäre in der Schwimmhalle. Die Außenfassade und die überragenden Bauteile des Riegelbaukörpers bestehen aus einer vorgehängten, unbehandelten Holzleistenfassade.

Die Bereiche Sportbad und Erlebnisbad bilden ablesbare Einheiten, sind aber dennoch räumlich miteinander verbunden. Die Transparenz der Fassaden schafft fließende Übergänge von Innen nach Außen. Die Erlebniswelt des Freibades wird als atmosphärische Insellandschaft mit Abenteuercharakter gestaltet.

h.s.d. architekten BDA, Lemgo

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